Die andere Gegenwartsliteratur

Margot und Klaus Plöger

William Faulkners Romane: ‚Licht im August‘ und ‚Schall und Wahn‘

 

 

William Faulkners Romane verwirren den unvorbereiteten Leser. Sobald er in seiner Lektüre fortschreitet, hat er das Gefühl, daß hier etwas nicht stimmt. - Und diese Unstimmigkeit liegt in der außergewöhnlichen Art und Weise begründet, wie die Handlung der Geschichte erzählt wird. Worum geht es in diesen Romanen? - Schon diese Frage ist bedenklich, da sie den Aufriß einer Handlung erwarten läßt, ohne die natürlich kein Roman auskommen kann.

In seinem Werk Schall und Wahn geht es scheinbar um die Geschichte des Verfalls einer Familie aus den Südstaaten. Allein zwei Frauen, Caddy und ihre Tochter, können sich aus den engen Verhältnissen befreien. Doch wird die Geschichte dieser beiden Frauen nur aus der Perspektive der anderen Figuren erzählt. Zunächst entwickelt Faulkner die Figur des schwachsinnigen Benjy. Er trauert seiner Schwester Caddy nach - und der Wiese, die verkauft wurde, um die Hochzeit seiner Schwester und das Studium seines Bruders Quentin zu finanzieren. Dann entfaltet Faulkner die Perspektive Quentins, der gequält von einer Vorstellung des Inzests mit seiner Schwester Caddy schließlich Selbstmord begeht. Der Bruder Jason hingegen, unterschlägt das Geld, das seiner Nichte zusteht, der Tochter Caddys. Doch er wird als Betrüger selbst betrogen und steckt Benjy, der zwischenzeitlich entmannt wurde, in eine Irrenanstalt. Allein der Negerin Dilsey, die als Köchin und Dienstmagd für die Familie tätig ist, gelingt es, diesen Niedergang mit Würde zu überstehen.

Der Abriß der bloßen Handlung könnte den Leser glauben machen, es handele sich um einen traditionellen Roman. - Doch weit gefehlt! In Schall und Wahn wird dies schon an der Einteilung der Kapitel deutlich. Das Werk beginnt nicht nur mit einer Auflistung bzw. Vorstellung der Figuren, die der Leser eines traditionellen Roman erst im Verlauf der Handlung kennenlernt, sondern Faulkner verkehrt obendrein noch den Ablauf der erzählten Zeit. Das erste Kapitel seines Buches beginnt mit dem 7. April 1928, das zweite mit dem 2. Juni 1910, das dritte mit dem 6. April 1928 und das letzte endet schließlich mit dem 8. April 1928. Die gewöhnliche Chronologie der Ereignisse wird also gebrochen. Das Resultat ist eine Anachronie der Handlung.

Zwar sagt Aristoteles, die Zeit sei nur erkennbar in der Bewegung, die das Geschehen nach den logischen Gesetzen eines Davor und eines Danach ordnet. Doch Faulkner hält es eher mit Augustinus, der die Einteilung der Zeit in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ablehnt, da alle drei Zeiten nur in der Seele des Menschen zugegen sind. Demnach ist die Gegenwart des Vergangenen die Erinnerung, die Gegenwart des Gegenwärtigen die Anschauung und die Gegenwart des Zukünftigen die Erwartung. - Eine Erkenntnis, die nicht zuletzt von Sigmund Freud bestätigt wird. Gerade Freud zeigt auf, wie sehr das Unbewußte das Bewußtsein des Menschen bestimmt, wenn beispielsweise während eines Traumes alle Gesetze der Chronologie außer Kraft gesetzt werden.

Auch bei Faulkner ist es das Bewußtsein der Figuren, das wie ein Tagtraum jeden chronologischen Zeitablauf der Geschichte durcheinanderbringt - ganz nach seinem Motto: „Die Vergangenheit ist nicht tot, sie ist nicht einmal vergangen.“ Dies gilt nicht minder für die Zwangsvorstellungen seiner Figuren, deren Gegenwart durch die Wiederkehr eines in der Vergangenheit verdrängten Traumas geprägt wird.

Schon im ersten Kapitel von Schall und Wahn wirbeln alle Zeiten durcheinander. Denn der schwachsinnige Benjy lebt nur in einer einzigen Zeit, in der immerwährenden Gegenwart seines Bewußtseins. In der Innenwelt dieser Figur gibt es keine Sukzession der Zeit; nur durch die Mitteilungen der Außenwelt erfährt der Leser, daß Benjy die Welt einmal als dreißigjähriger Mann erlebt, dann als dreizehnjähriger Junge und schließlich als fünfjähriges Kind. Die Figur macht keine Entwicklung durch, obwohl sie bemerkt, daß sich auf schmerzliche Weise etwas verändert, wenn Menschen oder Dinge verschwinden. Doch bedingt durch die verfremdende Perspektive des Schwachsinnigen verwischen Vergangenheit und Gegenwart, Erinnerung und Wahrnehmung. Alle Zeiten werden auf der Achse der Narration verrückt.

Auch der Leser muß diesen ver - rückten Zeitsprüngen folgen. Der Autor zwingt den Leser dazu, sich zunächst das Bewußtsein dieser wahnsinnigen Figur zueigen zu machen, bevor der Leser die Ereignisse nach den Gesetzen der Chronologie wieder in die richtige Ordnung bringen kann. - Aber auch mit Benjys geistig gesunden Geschwistern ergeht es dem Leser nicht besser.

Quentin, die Figur, dessen Innensicht Faulkner im zweiten Kapitel entfaltet, geht an einem Fluß spazieren, in dem er sich ertränken wird. Doch zuvor begegnet er dort drei Jungen, die am Wasser angeln wollen. Aber nicht nur die Gespräche der Jungen werden beschrieben. Neben dieser äußeren Welt existiert zugleich eine andere, die innere Welt. Während seines Spazierganges erinnert sich Quentin an seine Schwester Caddy. Dem Leser wird die Erinnerung an dieses vergangene Ereignis im Präsens mitgeteilt und zugleich mischen sich diese Erinnerungen mit den Geschehen der drei Jungen in der Gegenwart, von denen allerdings im Präteritum berichtet wird. Im Kopf der Figur wie in dem des Lesers existieren also zwei Zeiten zugleich.

„Der dritte Junge ging langsamer und blieb stehen. Der erste ging weiter, und Sonnenflecken glitten die Angelrute entlang und über seine Schulter auf den Rücken des Hemdes hinunter. ‘Kommt‘, sagte der dritte. Der zweite blieb nun auch stehen. Warum mußt du irgendeinen heiraten Caddy

Soll ich es aussprechen meinst du wenn ich es ausspreche ist es nicht mehr da

‚Gehen wir doch zur Mühle‘, sagte er. ‚Kommt.‘ Der erste Junge ging weiter.“

Dieses innere Reden, dieser Strom des Bewußtseins, existiert gleichzeitig mit der Wahrnehmung der äußeren Welt, wobei der Autor durch kursive Schriftsetzung, Brüche im Schriftbild und durch Verzicht auf Interpunktion dem Leser ein wenig behilflich ist. Die Inkongruenz des Bewußtseins, bei der eine Figur zugleich in der Anschauung der Gegenwart und in der Erinnerung der Vergangenheit lebt, führt indessen zu einer eigentümlichen Verwischung von Raum und Zeit. Man könnte dieses Verfahren auch als eine Überblendung bezeichnen wie bei einem Film, der zweimal belichtet wurde und auf dessen Bilder nun jeweils zwei Motive zu sehen sind, die zu verschiedenen Zeiten aufgenommen wurden.

Dies bewirkt beim Leser eine Illusion. Obgleich der Leser die Sätze nur nacheinander wahrnehmen kann, da er einer grammatischen und phonetischen Zeitfolge unterworfen ist, die keine Gleichzeitigkeit kennt, so entsteht trotzdem der Eindruck einer Simultaneität. Doch wird im Kopf des Lesers diese Gleichzeitigkeit erst montiert, wenn er die Vor- und Nachzeitigkeit der Handlung wiederhergestellt hat. Und dies ist seine eigene Leistung, die ihn ein Gefühl der Freude empfinden läßt. Denn der Leser ergänzt auf diese Weise das Werk des Autors, indem er ihm etwas hinzufügt, wodurch es erst verständlich wird.

Aber, so fragt Jean-Paul Sartre: „Warum hat Faulkner die zeitliche Folge seiner Geschichte zerschlagen und die Bruchstücke durcheinandergeworfen?“ - Der Autor gibt in seinem Roman selbst einen Hinweis. Quentin, die Figur des zum Selbstmord entschlossenen Studenten, liegt auf dem Bett „... und dann hörte ich die Uhr und fand die Zeit wieder. Es war Großvaters Uhr, und als Vater sie mir gab sagte er, Quentin, ich gebe dir das Mausoleum allen Hoffens und Wünschens; es ist geradezu grausam wahrscheinlich, daß du sie dazu verwendest, um die reductio ad absurdum aller menschlichen Erfahrung zu erlangen, das deinen persönlichen Bedürfnissen nicht mehr zugute kommen dürfte als den seinen oder denen seines Vaters. Ich gebe sie dir, nicht damit du dich der Zeit erinnerst, sondern daß du sie hin und wieder einen Augenblick lang vergessen und nicht deinen ganzen Atem daran verschwenden mögest, sie zu besiegen.“

Doch Quentin, zum Selbstmord entschlossen, zerschlägt das Uhrglas und dreht den Zeiger ab, obgleich die Uhr weiter tickt, da die Rädchen „ nun einmal nicht anders konnten.“ Diese Tat ist ein ausdrucksstarkes Symbol für die Selbstauslöschung eines Menschen. Denn: „Vater sagte, das dauernde Nachsinnen über den Stand von mechanischen Zeigern auf einem willkürlichen Zifferblatt sei ein Symptom tätigen Bewußtseins.“

Dem Autor geht es also weniger um die chronologische Darstellung der Handlung, sondern er ist mehr am Bewußtsein seiner Figuren interessiert, durch das er alle Zeit der Welt strömen läßt, bis sie angehalten wird durch den Tod.

Faulkners Technik des Bewußtseinsstroms bewirkt dabei eine eigentümliche Inkongruenz des Figuren- und Leserbewußtseins. Die dramatische Ironie steigert diese Spannung, soweit der Leser angesichts dieser Komplexität des Erzählens nicht resigniert und sich zwischen den Zeitsprüngen aus der Geschichte davonstiehlt.

Diese Gefahr scheint Faulkner geahnt so haben. Zumindest folgt er in seinem Roman Licht im August mehr der Handlung seiner Figuren. Es sind genauer gesagt, drei Handlungsstränge, die anhand der Perspektive dreier Figuren nachgezeichnet werden.

Zunächst wird der Leser in die Figur der schwangeren Lena Grove eingeführt, die auf der Suche nach dem Vater ihres Kindes nach Jefferson kommt. Danach entwickelt Faulkner die Figur des Joe Christmas, des eigentlichen Protagonisten dieses Romans, jedoch ohne, daß dessen Handlung besonders mit denen der anderen Figuren verknüpft wird. Christmas, unehelich geboren, wurde von seinem Großvater mit dem Gerücht belastet, daß sein Vater ein Schwarzer sei. Er steckt seinen Enkel in ein Heim. Dort holt ihn später sein Pflegevater, ein religiöser Fanatiker, heraus. Auf dessen Farm wächst er unter körperlichen Züchtigungen auf. Christmas entflieht diesen Umständen und wird zu einem unsteten Wanderarbeiter, gewalttätig und abweisend, geprägt vom Makel seiner Geburt und vom Haß auf seine Umwelt. Nachdem er seine ältere Geliebte ermordet und deren Haus in Brand gesteckt hat, wird er vom weißen Mob als vermeintlicher „Nigger“ gelyncht. Eine weitere Figur entwickelt Faulkner mit dem Geistlichen Hightower, der hellsichtig, aber willensschwach diese Ereignisse beobachtet, ohne jedoch einzugreifen.

Doch ist in Licht im August - im Gegensatz zu Schall und Wahn - noch eine andere Figur vorhanden. Es ist der Autor selbst, der, über der Geschichte stehend, sie gelegentlich kommentiert. - Was der Lesbarkeit dieses Romans nicht gerade zuträglich ist. Gleichwohl verwendet Faulkner auch hier wieder seine typischen Verfahren, vornehmlich die Technik der Diffusion von Raum und Zeit, die sowohl im Ganzen wie in Teilen dieses Werks zu finden ist.

So sitzt der Geistliche Hightower in seinem Haus und hört die Klänge, die aus der nahen Kirche zu ihm herüberdringen. Er selbst wurde vor Jahren aus der Gemeinde ausgeschlossen.

„Wann er die ersten Klänge hören muß, weiß er fast auf die Sekunde genau, ohne eine Taschen- oder Wanduhr zu Hilfe zu nehmen. Er benutzt diese Instrumente nicht, seit nunmehr fünfundzwanzig Jahren hat er ihrer nicht bedurft, er lebt getrennt von der mechanischen Zeit. Doch aus diesem Grunde hat er sie nie verloren. Es ist, als produzierte er ohne Willensakt aus seinem Unterbewußtsein die wenigen Kristallisationen regelmäßig wiederkehrender Augenblicke (...) Ohne Zuhilfenahme einer Uhr konnte er, sowie er daran dachte, sofort genau wissen, wo er (...) in seinem alten Leben (...) sein und was er tun würde (...) Jetzt versammeln sie sich (...) In der Kirche selbst wird ein wenig in leisen Tönen geplaudert (...) Miss Carruthers (sie war seine Organistin gewesen und war nun fast zwanzig Jahre tot) ist darunter; bald wird sie aufstehen und auf den Orgelchor gehen.“

Auch hier ist die Zeit Faulkners die des heiligen Augustinus, die des Wahrnehmens und die des Erinnerns, die der Gegenwart und die der Vergangenheit. Denn gleich wird Miss Carruthers aufstehen, obwohl sie schon seit zwanzig Jahren tot ist. Aber nicht nur einzelne Szenen, auch die gesamte Fabel ist anachronisch strukturiert.

Als die schwangere Lena Grove in Jefferson eintrifft, sieht sie in der Ferne ein Haus brennen. Und dieses Haus brennt noch mehrmals in diesem Roman. Neben den traditionellen Verfahren der Zeitraffungen, Zeitdehnungen und Zeitsprünge, verwendet Faulkner vornehmlich die Technik der Rückblende, die in der Literaturwissenschaft als Analepse bezeichnet wird - wobei zwischen der internen und externen Rückblende unterschieden werden muß.

Die externe Analepse greift dabei auf die Zeit zurück, die vor der Romanhandlung liegt, um etwa die Kindheit einer Figur zu beleuchten. Auch dieses Verfahren, benutzt Faulkner, wenn er ausführlich über die Kindheit von Christmas berichtet, der in einem Milieu des Rassismus und Fanatismus aufgewachsen ist.

Die interne Analepse ist jedoch das eigentliche Verfahren, das Faulkner anwendet. Diese Rückblende bezieht sich auf eine Handlung, von der im Roman schon einmal berichtet wurde. Bei dieser Überschneidung bzw. Überblendung werden einige Teile der Handlung wiederholt erzählt. Es kommt dabei zu einer Überlagerung der Zeitschichten. Warum wird diese Handlung zweimal erzählt? - Dieses repetitive Erzählen macht nur Sinn, wenn ein und derselbe Vorfall aus der Perspektive einer anderen Figur nochmals berichtet wird. Das erzählte Ereignis bekommt dann eine andere Deutung. Der Leser muß im Sinne eines tertium compartionis die Ereignisse ver- und abgleichen, um die Wahrheit herauszufinden. Dabei wird der Leser gezwungen, das Verfahren des Autors anzuwenden. Auch er muß sich an das erinnern, was er mehrere Seiten zuvor gelesen hat. Auch für ihn wird bei der Lektüre die Vor- und Nachzeitigkeit zugunsten einer Gleichzeitigkeit aufgehoben. Die Linearität des Erzählens tritt also zurück zugunsten einer Simultaneität.

Zugleich impliziert diese Überblendung eine Verkennung. Nach Gérard Genette ist es gerade diese Technik des repetitiven Erzählens, die bei wechselnder Figurenperspektive die Illusion einer Gleichzeitigkeit konstituiert. Wobei die variierende Wiederholung im Bewußtsein der Figuren im Sinne einer Verkennung wirkt, die ein Erkennen durch den Leser evoziert. Die Enträtselung der Vorfälle durch den Leser setzt dabei die Verrätselung der Handlung durch den Autor voraus. Auf diese Weise entsteht eine Spannung, bei der der Leser im Ungewissen schwebt, bis er der Wahrheit nähergekommen ist. - Oder wie Faulkner sagt: „Ich glaube, daß kein einzelner Mensch die Wahrheit erblicken kann. Sie blendet ihn. Sie sehen hin und nehmen nur einen Teil der Wahrheit in sich auf. Ein anderer wieder sieht nur ein leicht verzerrtes Stück davon. Doch die Wahrheit selbst ist das, was sie alle zusammen gesehen haben, obgleich niemand von ihnen die Wahrheit ganz gesehen hat.“

Das Haus, das Christmas angezündet hat, brennt wieder und wieder in diesem Roman. Aber erst nach mehrmaliger Schilderung verstehen wir, warum Christmas zum Mörder an seiner älteren Geliebten geworden ist, und warum er deren Haus in Brand gesteckt hat.

Die Geschichte spielt zwar nur innerhalb weniger Tage, doch die internen Analepsen bzw. die „Zeitschleifen“ greifen immer wieder zurück, erzählen bereits Gesagtes ein weiteres Mal, wenngleich aus Sicht anderer Figuren. Dies bewirkt, daß die Handlung nicht recht vom Fleck kommt. Die zahlreichen Rückblenden hemmen den Fortgang der Handlung, aber es ist eben nicht die Handlung, die im Mittelpunkt steht, es ist das Bewußtsein der Figuren, das durch alle Zeiten springt und dabei eine Auslotung der Charaktere ermöglicht wie sie der traditionelle Roman bisher nicht kannte.

Wie eine Handvoll Kieselsteine, die gleichzeitig in einen Teich geworfen werden, zieht die Geschichte ihre Kreise. Für den Betrachter, der außerhalb steht, überschneiden sich diese Ringe, laufen an den Schnittpunkten ineinander, bis sie die ganze Oberfläche dieses begrenzten Universums ausgemessen haben und schließlich an den Rändern verebben.

Diese Technik des Erzählens ist typisch für die klassische Moderne. Sie findet sich nicht nur in William Faulkners Werken, sondern ebenso in den Romanen von James Joyce und von Virginia Woolf. Weniger auf die Handlung ausgerichtet, konzentriert sich diese Erzähltechnik auf das Bewußtsein der Figuren und ihr wichtigstes Mittel ist der innere Monolog bzw. der Bewußtseinsstrom. Alle Zeit der Welt existiert in der Seele der Protagonisten, nur begrenzt durch den schöpferischen Willen des Autors. Und für den gilt das Wort des heiligen Augustinus: „Alle Zeiten hast du erschaffen, und vor allen Zeiten bist du, und nie gab es eine Zeit, wo keine Zeit war.“ - Wen wundert es, daß sich manche Autoren Gott ähnlich fühlen.

 

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